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Inside out, 03/2008
KISD-Studenten entwerfen mobiles Zimmer und gewinnen den mit 5 000 Euro dotierten Roentgen-Preis
Spontane Umzüge ohne Stress: Mit ihrer Wohnidee »Casulo« demonstrieren Sebastian Mühlhäuser und Marcel Krings eine mobile und fl exible Wohnlösung. Das in sich zusammengesteckte Zimmer hat die Grundfläche einer handelsübliche Europalette: Schreibtisch, Stuhl, Bett, Schrank, Regal, Stauraum: damit sind die Grundbedürfnisse abgedeckt.
Das Projekt »Casulo« begann als gemeinsame Diplomarbeit an der Köln International School of Design (KISD) der FH Köln. Betreut durch Prof. Wolfgang Laubersheimer und Dipl.-Ing. Michael Eichhorn war die Aufgabe den beiden Designstudenten freigestellt. »Unser Thema lief unter der Überschrift »Mobiles Wohnen«. Die Idee wurde dann in einem einwöchigen Brainstorming geboren. Was dabei herauskommen würde, war zu Anfang noch ungewiss,« meint Krings. In sieben Minuten bezugsfertig
Ob Studium oder Beruf: Den Menschen wird zwar zunehmend Mobilität und Flexibilität abverlangt, doch gleichzeitig sammeln viele einen großen Hausstand an, deren Funktion, Sinn und Nutzen in den Hintergrund treten. »Spätestens beim nächsten Umzug wird uns bewusst, wie unbeweglich wir mit diesem Ballast sind,« urteilt Mühlhäuser. Das Casulo-Konzept ist dagegen in weniger als zehn Minuten von zwei Personen aufgestellt oder abgebaut, ohne dass dabei Werkzeug notwendig ist. Es bedarf keinerlei Verpackungsmaterialien, Teile der Möbel dienen als Schutzhülle. Die beiden Designer versprechen zudem eine langlebige, robuste Bauweise. Mit einer Spedition lässt sich die Palette dann schon für 80 ⬠quer durch Deutschland transportieren.
5 000 Euro Preisgeld »Die Raffi nesse, Klugheit und qualitative Umsetzung der Idee« überzeugte auch die Jury des Abraham & David Roentgen Preises, ausgerichtet von der gleichnamigen Stiftung und der Stadt Neuwied. Der mit 5 000 ⬠dotierte Preis wurde nach langjähriger Pause 2007 – anlässlich des Roentgen-Jahres – erstmals wieder bundesweit ausgeschrieben. Ausgezeichnet werden Arbeiten, die an das handwerkliche, gestalterische und unternehmerische Potenzial der berühmten Söhne der Stadt erinnern. Eine doppelte Ehre für Krings, der ebenfalls gebürtiger Neuwieder ist. Casulo konnte als Ausstellungsstück im Historischen Hallenbad seines Heimatorts besichtigt werden.
Durch die Preisvergabe ist ein erstes Medieninteresse an Casulo entstanden, Drehtermine und Messebesuche stehen bei den beiden Designern auf dem Plan. Eine wichtige Chance, denn Krings und Münchhäuser möchten mit ihrer Idee in Serie gehen und suchen nun nach einem geeigneten Produktions- beziehungsweise Vertriebspartner.
http://www.mein-casulo.de
http://www.kisd.de
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