Köln
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Kölner Designpreis Kölner Design Preis 2009Köln präsentiert seinen Design-Nachwuchs Kölner Design Preis 2009 Die KISD-Absolventin Bettina Huber konnte mit ihrer Diplomarbeit »Schnittstellen« überzeugen. Sie gewann den ersten Platz und dies wurde mit 10.000 US-Dollar honoriert. Bettina Huber entwickelte ein Biopsiegerät für die Anwendung innerhalb des Kernspintomographen (MRT). Viele Diagnosemethoden sowie die heute dafür verwendeten Geräte berücksichtigen nicht die Emotionen und die Intimsphäre der Patientinnen. Auch Forschungsprojekte richten ihre Arbeit ausschließlich an den technischen und medizinischen Erfordernissen aus. Das Gerät mildert mittels Form- und Farbgebung die Ängste der Patientin. Für die gemeinsame Abschlussarbeit "man stirbt." erhalten Patrick Doberenz und Philipp Enders von der Kunsthochschule für Medien Köln ebenfalls den ersten Preis beim Kölner Design Preis 2009 und somit 10.000 US-Dollar. Unter laborähnlichen Bedingungen spürt der Film "man stirbt." dem Wechselspiel zwischen Individualität und Normierung eines durchschnittlichen Sterbefalls nach. Der Film erweitert die Grenzen des Dokumentarischen und versteckt dabei seine Mittel nicht vor dem Zuschauer. Die Abschlussarbeiten von Bianca Bender, Absolventin der KISD, gewann den zweiten Platz und erhielt dafür 5.000 US-Dollar. Für das Design ist die Auseinandersetzung mit Statussymbolen interessant, da im Zuge der Globalisierung immer mehr Produkte entwickelt werden, die in verschiedenen Kulturkreisen implementiert werden sollen. Die Arbeit von Bianca Bender bietet einen ersten Ansatz, um eine Untersuchung kultureller Unterschiede in Bezug auf die Bedeutung von Produktwelten durchzuführen. Thyl Junker (KISD) und Jessica Stihl (KISD) und Udo Hoffmann (Rheinische Fachhochschule) wurden ebenfalls mit einer Belobigung ausgezeichnet und konnten sich über je 1.000 US-Dollar freuen. In ihrer Arbeit »Spurenlesen« beschäftigt sich Jessica Stihl mit Maßnahmen, die uns in unserem Alltag unterstützen und leiten. Unsere Umgebung ist gestaltet und geplant: Wir bewegen uns auf vorgefertigten Wegen. Was offenbart eine Spurensuche »jenseits der Wege«? Reste, Nischen, Ungeplantes, Gebrauchtes. Diese aufzuspüren und zu erforschen stellt sich als wegweisend heraus. Anhand des Phänomens »Trampelpfad« wird ein Diskurs eröffnet, der die normative Rolle von Design beleuchtet. Thyl Junker beschäftigte sich in seiner Arbeit mit den Problemen die aufgrund des statischen Sitzens im Rollstuhl mit dem Rücken entstehen. Im Austausch mit Fachleuten wurde das Konzept der dynamischen Sitzkonstruktion entwickelt. Die Bewegungen des Menschen beim Gehen und Laufen wurden mit Motion Capturing aufgenommen, die Bewegungsabläufe systematisiert und auf die wichtigsten Bewegungen reduziert. So konnten sie in eine Konstruktion übertragen werden, die die Bewegungen nachvollzieht. Der Benutzer treibt den Rollstuhl über Hebel an und die vollzogene Bewegung des Schultersystems wird über die dynamische Sitzkonstruktion auf die untere Rückenmuskulatur und das gesamte System der Wirbelsäule übertragen. So bleibt der Rücken wie beim Gehen und Laufen in Bewegung und in gesundem Zustand. Die Arbeit von Udo Hoffmann, von der Rheinischen Fachhochschule, analysiert und bewertet die aktuelle Situation der Gesundheitssysteme und entwickelt eine ganzheitliche Interfacesystematik die den Aufbruch in eine neue Ära visuell stützen und glaubhaft ermöglichen soll.
![]() Weitere Informationen finden Sie unter: Ansprechpartner ist Prof. Dr. Michael Erlhoff,
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