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Volkswagen AG

Frauen und Mobilität 2025

Volkswagen, und insbesondere die Abteilung »Zukunftsforschung und Trendtransfer«, leisten sich experimentelle Kooperationen mit Designhochschulen bereits seit einigen Jahren. Bei Volkswagen werden Zukunftsszenarien, zukünftige Kaufmotive und Technologietrends erarbeitet und in Produktideen, Fahrzeugfunktionen sowie strategische Roadmaps transferiert. Die Gesellschaftsfrüherkennung erforscht und decodiert dabei die Verhaltensmuster zukünftiger Kunden in zukünftigen Gesellschaften. Dazu nimmt sie Strömungen aus Architektur, Mode, Design oder Lifestyle auf. So ermittelte Kontexte und Trends werden verknüpft mit technologischen Neuerungen und in plausible, innovative Fahrzeug-, Funktions- und Mobilitätskonzepte integriert.


Auf der Suche nach neuen kreativen Ideen für ihre Produkte beauftragt VW immer wieder Designstudenten im Rahmen ihres Designforums. In diesem Jahr fiel die Wahl unter vielen Hochschulen auf die Köln International School of Design (KISD).


In diesem langfristigen Projekt für die Volkswagen AG wählten die Studentinnen und Studenten unter der Leitung von Prof. Dr. Uta Brandes und Prof. Paolo Tumminelli eine andere Herangehensweise: Im Mittelpunkt des aktuellen Projekts stand eben nicht das Nachdenken über zukünftige Autos, neue Antriebe, ressourcenschonende Maßnahmen etc. (also alles, was sich direkt am und um das Auto abspielt). Stattdessen konzentrierte sich die Aufmerksamkeit bei »Frauen und Mobilität im Jahr 2025« auf die Konzepte frauenorientierter Lebensstile in einer Zukunft, die weit genug entfernt von 2009 ist, keinesfalls aber futuristisch anmutet. Dieses In-Between war im Verlauf des Designprozesses gar nicht so leicht zu bestimmen: nämlich Zukunft zu denken, ohne Science-Fiction-Szenarien zu konstruieren.


Das KISD-Projektteam entschied sich nach einleitenden Incentive-Workshops durch Volkswagen und der Szenarien-Erstellung, diese durch exemplarische Mobilitätsstudien zu erhärten: Es wurden verdeckte Beobachtungen (Covert Observational Research) in unterschiedlichen Umgebungen und mit Hilfe verschiedener »Vehikel« durchgeführt: Zu Fuß auf der »Kö« in Düsseldorf, mit dem Fahrrad ins Bergische Land, mit dem ICE zum Frankfurter Flughafen und mit dem Auto über die Autobahn nach Amsterdam. Die Analyse gegenwärtiger – mit Schwerpunkt weiblicher – Fortbewegungsgewohnheiten, -vehikel und »Spaces« ermöglichte gezieltere Projektionen in eine 16 Jahre entfernte Zukunft.


Herausgekommen sind dabei vier experimentelle Frauentypologien, die beispielhaft für das durchaus facettenreiche Leben von Frauen im Jahr 2025 stehen. Ihnen sind Mobilitätskonzepte zugeordnet, welche die jeweils spezifischen Bedürfnisse, Anforderungen und Zwänge ihrer Lebensstile spiegeln. Die sogenannten »Vehikel« unterstreichen den konzeptionellen Charakter dieses Projekts: Kein Automobilstyling, keine Zukunftsautos, sondern in einer Art Collage in Form von ironischen Versatzstücken aus vergangenen und gegenwärtigen Autofragmenten kreierten die KISD-Studierenden den Möglichkeitsraum von Fortbewegung in der Zukunft.


Beim Kooperationspartner Volkswagen sind die Konzepte und die Visualisierungen positiv angekommen. Elisabeth Wrulich, die das Projekt seitens VW betreute, bedankte sich für die »begeisternde Präsentation« an der KISD und »kann so mit frischen Ideen an den Konzern gehen«. Wolfgang Müller-Pietralla, Leiter der Abteilung »Zukunftsforschung und Trendtransfer« bei Volkswagen, ist »ganz begeistert von der Frische der Darstellung«. Die KISD hat ein weiteres Mal erfolgreich gezeigt, wo ihre Stärken in der Designausbildung liegen, und drei Studierenden wurde aufgrund der erfolgreichen Zusammenarbeit ein Praktikum in der Abteilung »Zukunftsforschung und Trendtransfer« bei Volkswagen angeboten.


»Die Studierenden haben in beeindruckender Weise gezeigt, dass sie in der Lage sind, mit realen Bedingungen der zukünftigen Arbeitswelt umzugehen, und unter enormem Zeitdruck, dem harten Urteil von Fachleuten ausgesetzt, ebenso experimentelle wie angemessene Ideen entwickeln zu können.«

 

 





 

   Aktuelle Meldungen:
   

> 2 Stipendien der Studienstiftung des deutschen Volkes

> Auszeichnungen für KISD Alumnis

> »Learning from Nairobi – Mobility«


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