Der Name ist Programm: Das Kölner Modell als Grundlage einer zunehmend international ausgerichteten Hochschule.
1991 wurde der Kölner Fachbereich Design an der
Fachhochschule Köln von
Michael Erlhoff und seinen engagierten Kolleginnen und Kollegen gegründet. In diesen ereignisreichen Jahren hat sich das Kölner Modell nicht nur etabliert und bewährt, sondern kontinuierlich weiterentwickelt.
Ein Modell, das vor allem durch die
projektorientierte Lehre, die Aufhebung traditioneller Semesterstrukturen und die Absage an ein Spezialistentum immer wieder für Aufmerksamkeit und Diskussionen gesorgt hat und inzwischen in manche curriculare Konzepte im In- und Ausland eingeflossen ist.
Anders und womöglich wegweisend am Kölner Design-Studiengang sind besonders:
1. Ein wirklich projekt-orientiertes Studium, da diese Projekte das Rückgrat des Studiums bilden;
denn diese Projekte ersetzen jene traditionellen »Klassen«, und in den Projekten arbeiten jeweils Studierende aus völlig unterschiedlichen Semestern sehr eigenständig und in Teams an komplexeren Gestaltungsprozessen;
in diesen Projekten, die oft auch gemeinsam mit Unternehmen durchgeführt werden, forschen die Studierenden sehr offen und sehr konkret, entwickeln sie daraus profunde Fragestellungen und dann Konzepte und werden schließlich immer auch sehr praktikable und durchdachte Lösungsvorschläge erarbeitet und immer öffentlich präsentiert;
die Themen selbst für Ein-Wochen-Projekte (die neben sechs bis acht Wochen- und Semester-Projekten existieren, wobei sich die Studierenden daraus in jedem Semester ein eigenes Programm komponieren) sind stets sehr komplex angelegt und begreifen Design allemal als Prozeß.
2. Keine »Klausuren«, keine Einzelkämpfer, dafür aber Team-Arbeit und immer das Vertrauen in Engagement und Kompetenz der Studierenden.
3. Technische
Seminare (für die Fertigkeiten zum Beispiel in Photographie, CAD, digitalen Medien) und vor allem wissenschaftliche
Seminare, die gerade im Design diesen Namen verdienen – denn in ihnen werden Referate und Darstellungsformen erarbeitet zu theoretischen, historischen, wirtschaftlichen, allgemein kulturellen, ökologischen, sozialen und politischen Themen.
Wenn man dann noch die wöchentlichen Vorlesungen, häufigen Gastvorträge und vielen außerordentlichen Ereignisse und das soziale Klima hinzunimmt: Dann hat man allmählich eine Ahnung von der besonderen Qualität des »Kölner Modell« und damit der »KISD«.