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KISD-Studenten entwickeln »Ladestation der Zukunft« für Elektrofahrzeuge

Studierende der Köln International School of Design der Fachhochschule Köln haben mit einer unkonventionellen Idee den Wettbewerb "Ladestationen der Zukunft" gewonnen, den das Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO und die Firma Langmatz GmbH im Rahmen eines deutschlandweiten Hochschulwettbewerbs im Wintersemester 2011/2012 ausgeschrieben hatte.

Über 5.000 Euro Preisgeld können sich die Studierenden der KISD nun freuen: Seit Beginn des Wintersemesters haben sie sich in einem Mittelfristigen Projekt unter der Leitung von Prof. Jenz Großhans Gedanken zum Thema e-mobility gemacht. Ziel war es, eine smarte Lösung für das Laden von elektrischen Vehikeln wie Elektroautos, Segways, Motorrollern o. ä. im urbanen Raum zu erstellen.

Die dabei entstandenen Ideen haben die Studierenden der KISD am 2. Februar beim Fraunhofer Institut in Stuttgart vorgestellt. "Das Problem der Elektroautos ist momentan noch die Energiezufuhr: Bis eine Batterie komplett geladen ist, dauert es etwa zwei bis vier Stunden", berichtet Sascha Praet, Student der KISD. "Das Elektroauto kann dann maximal 150 Kilometer zurücklegen, bis es wieder an eine Steckdose muss."

Aktuell sind Ladestationen für Elektroautos rar gesät. Wie aber können die "Ladestationen der Zukunft" aussehen? "Unser Team hatte den Ansatz, vorhandene Ressourcen besser zu nutzen - und dem Stadtbild damit den Bau neuer Ladestationen zu ersparen", berichtet Sascha Praet, der die Idee gemeinsam mit Pedro Jun Tristäo Branco, Jacobus Gabriel North, Luis Felipe Garcia Sanchez, Johannes Wilhelm Bier, Joana Francener Porto erarbeitet hat.

Der Siegerentwurf hat ein unkonventionelles Konzept: Über eine Online-Community können Privatleute, die bereits ein Elektroauto bei sich zu Hause haben, oder auch Besitzer kleiner Geschäfte die passenden Steckdosen für Elektroautos zur Verfügung stellen. Sascha Praet: "Alles, was man dann noch braucht, sind ein Steuermodul, das die Verfügbarkeit der Steckdose direkt ins Internet überträgt, und ein Außenmodul wie ein Ladestecker oder ein längeres flaches Kabel, das an das Auto angeschlossen werden kann." Ein Fahrer kann auf diese Weise einfach herausfinden, wo die nächste freie Steckdose ist, direkt mit dem Anbieter per Chat in Kontakt treten und seinen Bedarf anmelden.

Die großen Vorteile: Die Produktionskosten sind geringer als bei herkömmlichen Ladestationen; größere Eingriffe in die Stadtgestaltung können ausbleiben.

Das zukunftsweisende Konzept hat auch den Jury-Mitgliedern gefallen. Der Vorschlag der KISD-Studierenden soll nun getestet werden: Das Siegerteam wird im März 2012 auf der Messe Intertraffic in Amsterdam einen von der Firma Langmatz gefertigten Prototypen präsentieren.

 
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