Themenstellung
Mobilität ist ein Paradigma, das auch unsere Wahrnehmung von und unser Verhältnis zu Medien einbezieht. Alles -und damit immer potenziell auch wir selbst- soll 24/7 everywhere verfügbar sein.

In diesem Projekt werden Konzepte für die Nutzung dynamischer, orts- und zeitbasierter Informationen für mobile Medien und deren Verbund mit "statischen" Medien entwickelt.


Konkret
: In einem ersten Schritt entwickeln wir gemeinsam eine Übersicht über Strategien, bestehende Nutzungskonzepte und Technologien und bewerten diese. Auf dieser Basis werden wir in einem zweiten Schritt die Thematik eingrenzen und Ideen für eigene konkrete Projekte entwickeln. Diese Projekte sollen dann jeweils als interaktive, audiovisuelle Prototypen realisiert werden.

Dabei sollen Anwendungen entstehen, die einer kritischen Hinterfragung standhalten und Mobilität bzw. die Faktoren Raum, Bewegung und Zeit sinnvoll interpretieren und nutzen. Das Ziel ist die Entwicklung von überraschend einfachen, überzeugenden und schlüssigen Ansätzen. Die Interfaceentwicklung beinhaltet die Entwicklung von Informationsarchitekturen, Dialogstrukturen und Mappings (Raum und Zeit) unter ästhetischen, kognitiven, emotionalen und ergonomischen Aspekten.


Thematisch sind dabei zwei grobe Richtungen absehbar:

  • Einerseits die Auswertung von Bewegung durch die fortschreitende Informationstechnologie (z.B. im Sport) und daraus resultierende interaktive Angebote für "Zuschauer" (der selbst nicht mobil sein muß).
  • Andererseits werden einem mobilen Nutzer zumehmend personalisierte, orts- und zeitbasierte Informationen (z.B. Travel-Information) zur Verfügung stehen. Wie kann er diese -in der jeweiligen Situation oder auch zeitversetzt sinnvoll nutzen?


Die Prototypen sollen konkrete Interfacestudien für Nutzungssituationen mit entsprechend (simulierten) Dialogen und Interaktionsabfolgen zeigen. Die Präsentation der Arbeitsergebnisse nimmt im Rahmen des Projektes einen hohen Stellenwert ein.

Erforderlich ist eine konstruktiv-kritsiche Rezeption des Mediennutzungsverhaltens und die Motivation zur Entwicklung neuer Lösungen. Grundkenntnisse im Bereich Interfacedesign sind sinnvoll.