Was ist eine Context-Map?
Jeder von Ihnen kennt Moodboards. Man versucht damit, sich einem Projekt zu nähern, indem man versucht, Attribute und Vorstellungen der Zielgruppe visuell (Photos) darzustellen. Damit entsteht eine bestimmte visuelle Stimmung, die in der Kommunikation zwischen Projektbeteiligten hilft, die auch eine wichtige Grundlage für eigene Ansätze ist.

In einem ersten Schritt soll das jeweilige Thema, die Aufgabenstellung recherchiert, beobachtet, abgebildet, beschrieben und kartographiert werden. Dazu wird (ebenso basierend auf Photos und Objekten) gemeinsam eine Context-Map erstellt. Die Context-Map bildet also ein System ab, versucht es zu verstehen und Ansatzpunkte für Verbesserung zu finden.

Was sind nun diese Kontexte? Es sind die Kontexte, in denen ein Produkt (also auch eine Anwendung, eine Dienstleistung etc) von einem Menschen (Benutzer) gebraucht, benutzt, verwendet wird.

Betrachtet und untersucht werden sollen unterschiedliche Gebrauchsdimensionen (Dimensions of Use). Dabei sind zum einen die Produkte, zum anderen die Orte an denen sie benutzt werden wie auch die Prozesse, in die Produkte eingebunden sind, zu untersuchen. All das wird verbunden durch die Menschen (meist "User").
Dieses Modell soll helfen, jenseits von Produktkategorien zu denken (und damit lediglich zu beobachten, wie ein Produkt benutzt wird).

Der Benutzer verbindet also die Dimensionen Produkt, Ort und Prozess.

PEOPLE are using PRODUCTS in certain PROCESSES at specific PLACES.
PRODUCTS: The objects, services and applications that are in our focus
PLACES:The spatial context of the product (used) / behaviour
PROCESSES: The conceptual context of the product (used) / behaviour

 

Wie sieht eine Context-Map aus?
Zu jedem Thema sammeln Sie Bilder von (Kommunikations-)Medien, Objekten, Orten, Menschen wie oben beschrieben. Diese werden dann gemeinsam auf einem großen Chart verortet. Wo möglich, schreiben Sie zu einem Bild kurze Kommentare, Anregungen, Beschreibungen.

Was macht man mit der Context-Map?
Die Map ist eine Art Re-Framing des Problems, der Aufgabenstellung. Auf der Basis dieser Map finden Sie Ansätze (Interventionen) für Konzepte, wie Sie durch Produkte, Anwendungen, Dienstleistungen, neue Querverbindungen die kommunikative Gesamtqualität im Rahmen des gewählten Themas verbessern können.