rennen 2

Die KISD – Köln International School of Design hat mit ihrem Projektteam „Tilt“ den 3. Platz beim Akkuschrauberrrennen 2016 der HAWK Hildesheim belegt. Das am 25. Juni stattgefundene Rennen war bereits die neunte Auflage der Veranstaltung, an der Design-Hochschulen und Ingenieurschulen aus Deutschland und Europa teilnehmen. Neben reinem „Racing“ ist das Projekt auch Auseinandersetzung mit Fragen zur Lösung von zukünftigen Mobilitätskonzepten.

KISD-Studierende beteiligten sich dieses Jahr zum 4. Mal an dem Rennen und entwickelten im Lehrgebiet „Design for Manufacturing“ ein Fahrzeug, das gemäß Regularien von einem Akkuschrauber angetrieben wird. Das Renn-Cockpit ist von einem Fahrer/einer Fahrerin besetzt, gefahren wird auf einem Parcours etwa so groß wie ein Sportplatz. 2016 markierte für die Veranstaltung den Sprung über die nationalen Grenzen, da neben Teams aus Köln, Hildesheim, Emden, Wolfenbüttel und Coburg auch Rennställe aus Polen und den Niederlanden mit dabei waren. In der Vorrunde des Rennens traten die Teams nach Losverfahren gegeneinander an, in der Hauptrunde wurden die späteren Sieger nach dem dem K.o.-Prinzip ermittelt.

KISD mit internationalem Team

Die einzelnen Teams mussten dieses Jahr für den Entwurf ihres Fahrzeugs ein mindestens 50 Zentimeter langes tragendes Bauteil in den Renner integrieren, produziert nach einem generativen Verfahren und von der KISD in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrttechnik DLR entwickelt. Es setzt sich aus mehreren Einzelelementen zusammen und wurde aus Aluminium-Pulver als hochfestem Leichtbauteil im Laserinterverfahren erstellt. Rahmen und Fahrwerk entstanden in der KISD und der dortigen Metallwerkstatt.
Der KISD-Akkuschrauber-Renner, das KISD-Team „Tilt“ international aufgestellt mit Studierenden aus Deutschland, Belgien und Mexiko, schaffte es bei der Veranstaltung gleich zweimal aufs Podium: in der Kategorie Geschwindigkeit auf Platz 3, auf Platz 3 auch in der Kategorie Fachjury-Preis, Rennsieger war das Team Screwdriver von der Ostfalia, Hochschule Wolfenbüttel, den Publikumspreis gewann das Team MoPet von der HAWK Hildesheim.

Auseinandersetzung mit Mobilität der Zukunft

Neben seinem Charakter als Rennspektakel nach Vorbild der 24 Stunden von Le Mans oder der Formel 1 dient das Akkuschrauberrennen auch der Auseinandersetzung mit zukünftigen Mobilitätskonzepten. Wie kann Energie bestmöglich genutzt werden? Wie bringt man visionäre Technik auf die Straße? Wie vernetzt man Daten zum Transport von Menschen und Gütern und wie etabliert man oder schafft Begeisterung für energiesparende Antriebe?
Formel 1-Boss Bernie Ecclestone und andere Motorsport-Traditionalisten sahen 2014 die leiseren Formel 1-Hybrid-Motoren eher skeptisch. Bei Testfahrten im KISD-Innenhof und während des Akkuschrauberrennens brachte es der innovative elektro-angetriebene KISD-Renner auf hohe Drehzahlen, fuhr gekonnt über und entlang der Curbs, machte sehr gute Boxen-Stopps und gewann das kleine Finale um den dritten Platz.