„Digitalisierung macht einsam“, so heißt der Titel des Plakatentwurfes, mit dem Christin Vorbrugg beim Deutschen Studentenwerk einen von drei dritten Preisen erhielt. Die Preisverleihung fand am 20. Juni statt. Das Thema des diesjährigen Plakatwettbewerbes lautete: „Campusleben digital“

Unter dem Thema „Campusleben digital“ wollte das Deutsche Studentenwerk von den Design-Studierenden wissen, wie sich das Campusleben durch die pandemiebedingte Digitalisierung des Studiums verändert hat. Wie wirkt sich das digitale Lernen auf das studentische Leben auf dem Campus aus? Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf das soziale Leben der Studierenden? Welche Chancen und Herausforderungen sehen Studierende in der Digitalisierung?

insgesamt wurden 692 Plakatentwürfe von 384 Design-Studierenden aus 46 Hochschulen zugelassen. Eine fünfköpfige Fachjury wählte die besten Plakate aus.

KISD-Studentin Christin Vorbrugg wollte gerne aus Typographie mehr herausholen als nur die Buchstaben und Worte, die man auf den ersten Blick sieht. Im Rahmen eines von Prof. Michael Gais betreuten Projektes suchte und fand sie 14 Schlagworte, die unser Leben seit einiger Zeit begleiten, teilweise so oft und beharrlich, dass man sie gar nicht mehr hören mag. Das Besondere hinter diesen Schlagworten eröffnet sich auf den zweiten Blick, wenn man den wenigen, rot hervorgehobenen Buchstaben in den Worten folgt: „Ich bin einsam.“ Eine deutliche Mahnung dafür, dass bei allem gesellschaftlichen Fortschritt der Mensch stets eines geblieben ist: ein soziales Wesen, das zum Überleben soziale Kontakte benötigt.

Dafür wurde sie mit einem von drei dritten Plätzen ausgezeichnet.

Die Preise wurden am 20. Juni 2022 im Museum für Kommunikation in Berlin verliehen.

Vom 21. bis zum 26. Juni 2022 findet eine Online-Abstimmung darüber statt, welche vier Plakate gedruckt werden sollen. Die besten 29 Plakate werden von Herbst 2022 bis Frühjahr 2024 in einer Wanderausstellung in den Studenten- und Studierendenwerke sowie im Wissenschaftszentrum in Bonn zu sehen sein.

Alle Informationen und zum Online-Voting auf der Webseite des Wettbewerbs:

www.dsw-plakatwettbewerb.de

Der Plakatwettbewerb des Deutschen Studentenwerks für Grafik- und Design-Studierende wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung; das Museum für Kommunikation Berlin ist Kooperationspartner.

Preisträger/innen:

1.Preis, 3.000 Euro, für „Home sweet home“
Gabriel Weimer, Hochschule Mannheim,
betreut von Prof. Armin Lindauer

2.Preis, 2.000 Euro, für „Digitality“
Qiaoting Gao, Hochschule Düsseldorf,
betreut von Prof. Wilfried Korfmacher

2.Preis, 2.000 Euro, für „Studying at Home“
Hanyi Kim, Bauhaus-Universität Weimar,
betreut von Mashine Rasuli

3.Preis, 1.000 Euro, für „Digitalisierung macht einsam“
Christin Vorbrugg, KISD-Köln International School of Design, TH Köln,
betreut von Prof. Michael Gais

3.Preis, 1.000 Euro, für „Erfüllend“
Gabriel Weimer, Hochschule Mannheim,
betreut von Prof. Armin Lindauer

3.Preis, 1.000 Euro, für „zu hause“
Luisa Maier, Duale Hochschule Baden-Württemberg, DHBW Ravensburg,
betreut von Prof. Andrea Hennig

Die Jury:

Fons Hickmann,Universität der Künste Berlin (UdK)
Barbara Kotte, Universität der Künste Berlin (UdK)
Jakob Maser, Fachhochschule Münster
Veit Lemmrich, bis Anfang 2022 kommissarische Leitung der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit beim Museum für Kommunikation Berlin
Thomas Schmalz, Geschäftsführer des Studentenwerks Freiberg, Vorsitzender des Ausschusses Kultur des Deutschen Studentenwerk