Betreuung durch

Prof. Philipp Heidkamp
Dipl. Des. Magdalena Schulte

Lehrgebiete

Interface Design

Teilnehmer

Die renommierte „Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung“ ist eine für unseren Kulturalltag wichtige und bedeutende, aber kaum bekannte, Institution: allzu oft nur durch den Georg Büchner Preis wahrgenommen, der sich in der Rezeption längst verselbstständigt hat und doch nur eine unter vielen interessanten Auszeichnungen und Aktivitäten der Akademie bleibt. Unter Leitung von Frau Dipl. Des. Magdalena Schulte und Prof. Philipp Heidkamp wurde in diesem Projekt mit einer Gruppe Studierender ein Konzept für eine umfassende Onlinekommunikation erarbeitet. Die grundlegende Überarbeitung der Onlinekommunikation der Akademie zielt auf mehr ab als die ohnehin dringend notwendige Überarbeitung der bisherigen Website bzw. deren formale Anpassung an ein neues Corporate Design, das in einem parallelen Projekt an der KISD entwickelt wurde.

In unserem Projekt haben wir die Online-Kommunikationsmöglichkeiten für die Akademie exploriert, analysiert und ein entsprechendes Konzept entwickelt, das Onlinekommunikation auch als vernetzten Dialog mit Nutzern, Interessierten, Mitgliedern und Partnern versteht. Gerade für die Akademie stellen die dadurch entstehenden redaktionellen Freiräume natürlich eine besondere Herausforderung dar, so dass gemeinsame Gespräche über unser Konzept immer auch zu sehr grundsätzlichen Gesprächen mit der Akademie wurden. Dies war jedoch auch von vornherein so vereinbart und eine Bereicherung in der Zusammenarbeit.

Rahmenbedingungen für eine Gestaltung identitätsstiftender Kommunikation wurden gemeinsam mit den Verantwortlichen der Akademie für Sprache und Dichtung und den Professoren verschiedener Lehrgebiete erarbeitet. Der direkte Kontakt zwischen den Arbeitsgruppen erlaubte ständige gegenseitige Beeinflussung. Im parallelen Projekt über das Corporate Design thematisierten fast alle Entwürfe Sprachduktus, Sprachgebrauch, Lesarten oder Schreibweisen, so dass die parallel stattfindenden Prozesse durchaus auch Synergien mit sich brachten.

Im Entwurf für die Website schließlich spielt die Sprache eine tragende Rolle.

Sprache, die wir Laien als selbstverständlich hinnehmen und ganz alltäglich zur Formulierung unserer Kommunikation und Gedanken verwenden, bleibt eine Ausnahme. Erst durch ein möglichst tiefes und reflektiertes Verständnis von Sprache wird ein qualifiziertes Arbeiten mit ihr möglich – essentiell für Design.

Bei den Präsentationen beider Gruppen im Projektverlauf war es umso faszinierender, Reaktionen und Dialoge zu erleben, zu dokumentieren. Die Gruppen präsentierten gemeinsam wie getrennt Zwischenschritte und Ergebnisse ihrer Arbeit und erhielten unmittelbares, reflektiertes Feedback von den jeweils teilnehmenden Vertretern der Akademie. Hier zeigte unser Kooperationspartner, wie auch in der Auswahl der Entwürfe, Mut und die Freude am Experiment, am formalen wie strukturellen Wagnis.

Bestehende Inhalte blieben die Grundlage der neuen Ansätze und wurden um neue Ideen erweitert. So konnten schließlich Entwürfe wie die favorisierte Neuinterpretation von HyperText entstehen die dem Sprachduktus, in Bildern nicht fassbar, einen digitalen Raum bieten und Nutzern eine direkte Interaktion mit Sprache ermöglichen – Inhalte erschließen sich spielerisch als vernetzter Sprachraum.