Wie verändern Virtual-Reality-Technologien Raumerfahrung und Selbstwahrnehmung, und welche Auswirkungen haben sie auf die Praktiken des Entwerfens in Design und Architektur?

Bis heute gilt die realitätsgetreue Darstellung als Ausweis gelungener Virtual-Reality-Umgebungen. Doch von welchen real-virtuellen Realitäten ist hierbei die Rede, und worin unterscheiden sie sich von herkömmlichen perspektivischen Bildräumen? Ein wesentliches Charakteristikum der computergenerierten Welten besteht in der Möglichkeit, aktiv handelnd Einfluss auf das virtuelle Raumgeschehen zu nehmen. Ausgehend hiervon bedarf es eines erweiterten Begriffs von Raum, demzufolge die körperlichen Interaktionen der Nutzer:innen in und mit dem Raum diesen erst konstituieren. Diese Überlegungen nimmt das Projekt zum Anlass, die Frage nach dem Entwerfen neu zu stellen. In Zusammenarbeit mit Wissenschaftler:innen und Gestalter:innen aus unterschiedlichen Disziplinen werden inhaltliche und methodische Zugänge zu einem noch jungen Forschungsfeld erschlossen, dessen Diskussion sie um wichtige Facetten erweitern.

Professor:innen
Prof. Dr. Carolin Höfler

Weitere beteiligte Wissenschaftler:innen
Dr. Philipp Reinfeld, TU Braunschweig

Projektpartner:innen
TU Braunschweig, Department Architektur, Institute of Media and Design (Prof. Matthias Karch)

Gefördert durch
Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur; Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen

Laufzeit
27.03.2017 – 30.04.2022

Aktivitäten
KISDconference, Projekt und Ausstellung, Köln International School of Design, TH Köln, 31.05. – 02.06.2017

Publikation
erscheint im Frühjahr 2022: Höfler, Carolin/Reinfeld, Philipp (Hg.) (2022): Mit weit geschlossenen Augen. Virtuelle Realitäten entwerfen. Paderborn: Fink.

Bild: »Point Cloud Ebertplatz« von Tamara Bertran, Marco Bodenstein und Claus Daniel Herrmann