
Dr. Simon Meienberg, ehemaliger Masterabsolvent der Köln International School of Design (KISD), legt mit »Urbane Mobilität in Dakar: Stadtentwicklung zwischen Ausgrenzung und Teilhabe« eine fundierte Studie im Schnittfeld zwischen Designtheorie und -forschung, Kunst- und Architekturgeschichte, Ethnologie und Urban Studies vor.
Dr. Simon Meienberg ist Designethnograf und forscht zu postkolonialer Stadtentwicklung, Partizipationsprozessen und gesellschaftlicher Transformation. Er promovierte im Schnittfeld zwischen Designtheorie und -forschung, Kunst- und Architekturgeschichte, Ethnologie und Urban Studies am DFG-geförderten Graduiertenkolleg »anschließen – ausschließen. Kulturelle Praktiken jenseits globaler Vernetzung«, einer gemeinsamen Einrichtung der Universität zu Köln, der Kunsthochschule für Medien Köln und der Technischen Hochschule Köln. Das Kolleg widmet sich der Erforschung von Praktiken der Teilhabe und des Ausschlusses in globalen Netzwerken von Kultur und Gesellschaft und blickt dabei insbesondere auch auf Dynamiken, die sich der Systematik und Logik dieser Netzwerke teilweise oder zur Gänze entziehen.
Die Dissertation von Meienberg fand ihren Abschluss in dem nun erschienenen Buch Urbane Mobilität in Dakar. Stadtentwicklung zwischen Ausgrenzung und Teilhabe. Die Betreuung der Dissertation erfolgte durch Prof. Dr. Carolin Höfler (Designtheorie und -forschung, KISD/TH Köln) als Erstbetreuerin, Prof. Dr. Martin Zillinger (Ethnologie, Universität zu Köln) als Zweitbetreuer und Prof. Dr. Gabriella Cianciolo Cosentino (Architekturgeschichte, Universität zu Köln) als Drittbetreuerin.
Wir gratulieren Simon Meienberg herzlich zu seiner herausragenden Publikation sowie zur erfolgreichen Verteidigung seiner Dissertation, die mit dem höchsten akademischen Prädikat »summa cum laude« ausgezeichnet wurde. Unsere besten Glückwünsche!
Publikation
Simon Meienberg: Urbane Mobilität in Dakar. Stadtentwicklung zwischen Ausgrenzung und Teilhabe, Bielefeld: Transcript (Reihe »Urban Studies«) 2026, 282 Seiten. ISBN: 978-3-8376-8361-5. DOI: 10.14361/9783839418673 [Open Access & Print]
Abstract
Urbane Mobilität in der senegalesischen Hauptstadt Dakar findet in einem Raum zwischen Teilhabe und Ausgrenzung statt. Am Beispiel des Train Express Régional zeigt Meienberg, wie selektive und kolonial geprägte Raumlogiken in aktuellen Verkehrspolitiken und Stadtentwicklungsprojekten in Westafrika fortwirken und dabei den Zugang zur Stadt für marginalisierte Bewohner*innen einschränken. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den partizipativen und künstlerischen Interventionspraktiken der Forumtheatergruppe »Kaddu Yaraax«: In ihren öffentlichen Straßentheateraufführungen machen sie diese Ausschlüsse sichtbar und erproben gemeinsam mit den Betroffenen alternative sowie inklusivere Formen urbaner Teilhabe.























