Art des Projekts

Langfristig

Lehrgebiete

Gender und Design

Teilnehmer

Foyergestaltung im Museum Ludwig Köln

Roy Lichtenstein, bekannt durch seine Pop-Art Werke mit stark aufgerasterten Bildzitaten aus Comics, stand im Mittelpunkt einer Ausstellung im Museum Ludwig. Im Rahmen dieser Ausstellung fanden auch die bereits seit Jahren etablierten »kunst:dialoge« im Museum statt. Ein Angebot von Studierenden der Kunstgeschichte für ein junges Publikum, ganz unbefangen über die Werke einer Ausstellung in einen Dialog zu treten und eigene Meinungen, Empfindungen und Fragen auszutauschen.

Der Event wird in der Regel nach der Ausstellungsbesichtigung und den Gesprächen vor den Kunstwerken mit Musik, Getränken und Gesprächen im Foyer fortgesetzt. Womit wir uns schon in dem Raum befinden, der die Herausforderung für die KISD Studierenden darstellte.
Auf Anfrage von Kasper König (Museumsdirektor des Museum Ludwig) und Paola Malavassi (Chef-Assistentin und Leiterin der kunst:dialoge) sollte das Foyer des Museums für den Anlass der Roy Lichtenstein Ausstellung an diesem Abend adäquat gestaltet werden.

Neben einem ansprechenden Gesamteindruck, war es wichtig, dem sehr großen Raum durch die Gestaltung seinen unpersönlichen Hallencharakter zu nehmen, ihn zu strukturieren und dadurch Bereiche für Musik, Tanz, Gespräch, Trinken, Sitzen und Verweilen zu schaffen.
Im Rahmen des dreimonatigen Projekts, dass von Prof. Dr. Uta Brandes und Prof. Michael Gais betreut wurde, entstanden zunächst drei Ansätze, die bis zu einer Zwischenpräsentation vor dem Auftraggeber von den Studierenden ausgearbeitet wurden. Die Entscheidung fiel eindeutig aus. Das alles verbindende Gestaltungmaterial wurde die »Bubblerap-Folie«, die sich in einer Vielzahl von Anwendungen wiederfand und sich durch wechselnde Lichtstimmungen immer wieder neu und ungewohnt darstellte.

Die Folie verband eine Reihe von positiven Aspekten. Formal waren die runden Luftpolster ein Verweis auf die Rasterstrukturen in den Kunstwerken von Roy Lichtenstein und somit eine intelligente Transformation dieses grafischen Elements in ein 3-dimensionales Material. Ein Material, und das nur ganz nebenbei, welches auch für den Transport von Kunstwerken eingesetzt wir und somit einen Bezug zu dem Ort hat. Darüber hinaus ist die Folie recht kostengünstig in der Anschaffung, ein nicht zu vernachlässigender Aspekt bei einer einmaligen Veranstaltung wie dieser. Zu guter Letzt, stimulierten die Luftpolster die Besucher auch zum akustischen pop…pop…pop…pop.