Art des Projekts

Kurzfristig

Betreuung durch

Prof. Iris Utikal
Dipl.Des. Christina Moritz

Betreuung durch

Prof. Michael Gais

Teilnehmer

Die »Seele der Stadt«. Hat sie eine? Wo findet man sie und lässt sie sich sichtbar machen? Dieser Herausforderung stellten sich 10 Studierende der KISD in einem urbanen Raum, der ihnen nicht vertraut war, der ungarischen Hauptstadt Budapest.

Bei den ersten Erkundungsstreifzügen sammelten die Teilnehmer Erfahrungen und Eindrücke mit der fremden Sprache, den ungewohnten Situationen und Strukturen, in denen sich die Einwohner der Stadt bewegten, den harten Kontrasten zwischen sozialistischer Vergangenheit und kapitalistischer Gegenwart.

Bei gemeinsamen Diskussionen mit den Projektleitern Prof. Iris Utikal, Dipl. Des. Christina Moritz und Prof. Michael Gais über das Erlebte, kristallisierten sich Schwerpunktthemen heraus, die als repräsentatives Beispiel für die »Seele der Stadt« fungieren sollten. Der extreme Leerstand von Geschäften, der starke Verfall von einzelnen Gebäuden und Fassaden, die politische Rolle bei der Umbenennung von öffentlichen Plätzen, … . Anschließend wurden in kleinen Gruppen Konzepte entwickelt, wie das jeweilige Thema sich in einer typografischen Intervention im öffentlichen Raum sichtbar machen könnte. Orte für die Installationen wurden besucht und wieder verworfen, Materialien organisiert und erste Experimente an ausgewählten Stellen durchgeführt. Am Ende des einwöchigen Projekts konnten fünf Gruppen über ihre unterschiedlichen Erlebnisse, die Reaktionen der Passanten und die gewonnenen Erfahrungen berichten.

Die Ergebnisse waren mal leisere, mal lautere typografische Statements der Studierenden, die einen für sie, sehr repräsentativen Aspekt der Stadt thematisierten und zur öffentlichen Diskussion stellten. Das Material, die Umsetzung und die Wahl des Ortes leiteten sich dabei jeweils von der inhaltlichen Aussage ab.